Verschiedenes: Scheiße ist ...

... eine Plage in den Städten

Etwa 250.000 Hunde in Paris hinterlassen jeden Tag gut 2.500 kg Kot auf den Straßen der Stadt. Um sie zu säubern, wurden vor einigen Jahren 70 Motorroller mit speziellen Saugvorrichtungen angeschafft. Offiziell heißen sie "caninettes", aber die Leute nennen sie  "motocrottes" (Kackmopeds). Sie kosten die Stadt etwa 10 Mio. Euro pro Jahr, schaffen aber nur die Hälfte der Hundehaufen.

 

Wozu dann dieser Aufwand, könnte man fragen? Mal ganz abgesehen von der Hygiene landen jährlich ca. 650 Menschen in Pariser Krankenhäusern, weil sie auf den Hundehaufen ausrutschen und sich verletzen.

... eine Lieblingswaffe der Guerilla

Mit einer Milliarde Viren und Bakterien kann eine Ladung menschlicher Kot auch als Biowaffe verwendet werden. Sie ist kostenlos und schnell zu beschaffen.

Genau das hat sie zu einer Lieblingswaffe vieler Guerillakämpfer gemacht. Sie nehmen Holzstöcke, schneiden diese spitz zu, überziehen sie mit Kot und stecken sie dann einfach in den Boden. Diese sogenannten Punji-Stöcke durchbohren Soldatenstiefel, dringen in die Haut ein und infizieren die Füße mit Bakterien und Viren.

 

Im Vietnamkrieg gingen zwischen 1964 und 1973 die Hälfte aller amerikanischen Gefallenen auf eingegrabene Punjis der Vietcong zurück. In der üppigen Vegetation ließen sie sich leicht verstecken. Das tropische Klima erhöhte das Risiko einer Infektion und damit die Wahrscheinlichkeit, dass ein infizierter Fuß amputiert werden musste.

 

Punjis sind auch heute noch ein effizientes Sicherheitssystem. In Südostasien und Schwarzafrika werden Heroinlabors ebenso wie Gemüsegärten durch Punjis gesichert, hat der Waffenexperte Charles Heyman von der Jane’s Information Group in Großbritannien festgestellt.