Rund um die Toilette

Themen-Restaurants

Modern Toilet Restaurant, Taiwan

Das Modern Toilet Restaurant sieht aus wie ein Badezimmer. Die Gäste sitzen auf Toiletten, die zu Stühlen um-funktioniert wurden, und essen die typisch asiatischen Gerichte aus kleinen Toiletten-schüsseln. Die Getränke kommen in Miniatur-Urinalen, die von Gästen gerne als Souvenir mitgenommen werden können. (Bild: riNux, flickr.com)

 

Der Besitzer dieses Etablissements  ist ein ehemaliger Banker, der zunächst in seinem eigenen, ganz normalen Restaurant Eiscreme in einer kleinen Toilette aus Papier servierte. Das kam so gut an, dass er 2006 ein entsprechendes Themen-Restaurants eröffnete. Auch das war erfolgreich, und heute gibt es zwölf Filialen vom Modern Toilet Restaurant in Taiwan und Hongkong. In Taiwan sind Themen-Restaurant sehr beliebt, andere Konzepte spielen mit der Welt der Gefängnisse und Krankenhäuser. 

Poop Desert Café, Toronto

Im August 2016 hat das Poop Desert Café in Toronto seine Klodeckel geöffnet. Auch dort sitzt man auf Toilettenstühlen und isst aus Geschirr in Form von Kloschüsseln. 

Die Besitzerin Lien Nguyen, die kulinarisches Management studiert hat und ausgebildete Köchin ist, war vom Modern Toilet Restaurant so begeistert, dass sie nun ihre eigene Version davon in Kanada anbietet. Es gibt zunächst nur Nachspeisen, braune Desserts wie Schokoladen-Eis und -Pudding sowie asiatische Nachspeisen wie thailändische Ice Cream Rolls, eine Bohnenpaste namens Patbingsu, Hongkong-Waffeln und Bubble Tea. (Bild: twitter.com/poop_cafe)

Die Toilette des Jahres - loo of the year

In England wird seit 1987 die Toilette des Jahres gewählt. Veranstalter ist die British Toilet Association in Zusammenarbeit mit diversen Sponsoren. Höchste Kategorie sind fünf Sterne. www.loo.co.uk

Die größte Toilette der Welt ...

Bild: landidyll.com
Bild: landidyll.com

... steht im Duravit Design-Center in Hornberg. Sie ist haushoch und hat auf 12 Meter Höhe eine Aussichts-Plattform, die für Besucher zugänglich ist.

Die abenteuerlichsten Toiletten der Welt

Dass der Abort auch ein ganz besonderer Ort sein kann, zeigt der Bildband "Toiletten. Eine Reise zu den stillen Örtchen dieser Welt" vom Lonely Planet-Verlag. Er präsentiert 96 skurrile, stylische oder besonders aussichtsreich gelegene Toiletten überall auf der Welt – mit ungewöhnlichen Bildern, kurzen und kurzweiligen Texten und kleinen Karten für die Standortsuche.

 

Link zum Buch: http://shop.lonelyplanet.de/lonely-planet/toiletten-eine-reise-zu-den-stillen-oertchen-dieser-welt-lonely-planet-bildband_pid_61739.html

Die letzte Reise Ihres Stuhlgangs

Wenn Sie die Klospülung betätigen, geht Ihr Stuhlgang auf eine lange Reise von der Toilette durch die Kanalisation bis zur Kläranlage. Um diese Reise anschaulich zu machen, gab es die Internetseite www.flushtracker.com.


Dort wurde auf einer Karte in Google Maps ein kleiner blauer Punkt angezeigt, der sich langsam weiter bewegte. Man musste auf der Webseite nur die Zeit eingeben, zu der die Spülung betätigt wurde, dann wurde die Reise berechnet und angezeigt. Leider ist diese Website mittlerweile offline. 


Die Betreiber der Seite (Domestos und die "World Toilet Organization") wollten damit zeigen, dass Toiletten und die Kanalisation ein Segen, aber keine Selbstverständlichkeit sind. Rund 2,5 Milliarden Menschen in den ärmeren Ländern dieser Welt haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Was dazu führt, dass sich Krankheiten wie z.B. Cholera ausbreiten können.

Otohime, die Geräuschprinzessin

Japanische Frauen finden Geräusche beim Toilettengang so peinlich, dass sie permanent die Klospülung betätigen, um ihre eigenen Geräusche zu übertönen. Dabei wird viel so Wasser verschwendet (ca. 20 Liter pro Spülung), dass es mehrere Aufklärungskampagnen gab, um dieses Verhalten zu ändern. Vergeblich.

 

So wurde schließlich ein Gerät entwickelt, das auf Knopfdruck das Geräusch einer Klospülung liefert, damit das Wasser gespart werden kann. Ein bekannter Markenname ist „Otohime“, wörtlich übersetzt Geräuschprinzessin, und benannt nach der gleichnamigen japanischen Göttin.

„Otohime“ wird als separates Wandgerät ebenso angeboten wie als integrierte Toilettenfunktion und ist auf fast allen öffentlichen Toiletten in Japan anzutreffen. Allerdings nur auf Damentoiletten, bei den Herren besteht keine Nachfrage.